tiefgefrorenes

10 Tipps 👉 zum Einfrieren von Lebensmitteln

Immer wieder bleiben beim Kochen oder auch nach dem Einkauf Reste übrig. Was mache ich damit? Ich persönlich habe ein extremes Problem damit, Essen wegzuwerfen. Da muss es andere Lösungen geben. Kennt ihr das Problem? Dann geht es euch wie mir und ich frage mich, kann oder soll ich das einfrieren z.B. für die Mittagspause im Büro oder für den nächsten Tag Homeoffice? Grundsätzlich lässt sich Vieles einfrieren und für den späteren Verzehr im Eisschrank aufbewahren. Also, hier meine 10 Tipps 👉 zum Einfrieren von Lebensmitteln.

Kochen und Einkaufen planen

Ich weiß, es ist eine Binsenweisheit, aber es macht Sinn, vor dem Kochen und vor dem Einkaufen zu planen. Beim Einkaufen ist es nach meiner Erfahrung unglücklich, ohne Einkaufszettel einzukaufen. In dem Fall „surft“ ihr durch die Regale und kauft garantiert mehr, als ihr tatsächlich braucht und das was ihr braucht, vergesst ihr womöglich. Noch schlimmer ist es, mit Hunger einkaufen zu gehen! Also am Besten planen und vorher essen.

Mein Tipp: 👉 Das Problem mit dem fehlenden Einkaufszettel habe ich mit der Handy App Bring! gelöst. In dieser App, die es für Android und Apple gibt, könnt ihr alle eure Einkäufe eintragen. Toll ist, dass auch eure bessere Hälfte sich mit demselben Account einloggen und Einkaufswünsche zufügen kann. So ist jederzeit für den eigenen Haushalt eine aktuelle Einkaufsliste online.

Portionen und Mengen planen

Wenn ich für meinen Kanal ein Rezept entwickle und teste, dann koche ich fast immer mindestens 4 – 6 Portionen. Damit habe ich nach Fertigstellung des Gerichts immer 3 – 4 Portionen über, die ich dann regelmäßig einfriere. Wenn ich Suppen etwa mit meiner cook4me koche, dann koche ich immer einen vollen Topf. Das werden dann bei rd. 4 Litern gut 10 Portionen. Wenn ihr nicht wisst, wieviel Nudeln braucht man pro Person, wieviel Fleisch oder welche Suppenmenge ist eine Portion, schaut im Netz. Es gibt zu allen Fragen gute Seiten, die euch exakt erläutern, welche Mengen ihr benötigt. In vielen Fällen wird es aber in dem von euch benutzten Rezept bereits angeführt sein. Haltet euch zunächst daran, so lernt man mit der Zeit, die Mengen selbst einzuschätzen. Aber natürlich kauft man manchmal auch zu viel ein oder das geplante Kochevent fällt aus. Da hilft Planung natürlich nichts, also einfrieren.

Nicht einfrieren 👎

Ihr wisst natürlich, dass nicht alle Nahrungsmittel und Gerichte sich gleich gut einfrieren lassen, oder genauer: ihre Form und ihren Geschmack behalten, denn einfrieren könnte ihr natürlich erst mal alles, was ihr übrig habt. Macht aber nicht immer Sinn!😁

1. Wasserhaltige Lebensmittel

Generell gilt, dass Früchte oder Obst nicht eingefroren werden sollten, die einen hohen Wasseranteil enthalten. Beim Einfrieren zerstört der Prozess die Zellwände und beim Auftauen habt ihr nur noch Matsch. Trauben, Melonen, viele Beeren und Südfrüchte sollten daher nicht eingefroren werden.

2. Salat, Weichkäse, Kartoffeln

Man sollte außerdem Blattsalate, Tomaten, Gurken, Rettich, Weichkäse, Kartoffeln, (rohe) Eier, Gelatine und auch Knoblauch nicht einfrieren, weil diese Lebensmittel ebenfalls ihre Konsistenz verlieren oder aber weitgehend geschmacklos sind nach dem Auftauen. Hartkäse dagegen kann man einfrieren, möglichst im Stück und noch nicht geschnitten, so geht weniger an Geschmack verloren.

3. Milchprodukte

Auch Milchprodukte, wie Milch, Sahne, Joghurt, Quark, Sauermilch, Kefir eignen sich nicht zum Einfrieren. Diese Lebensmittel gerinnen und sind dann nicht mehr wirklich schmackhaft. Butter dagegen lässt sich prima einfrieren.

Gut einzufrieren 👍

Alles, was nicht extrem wasserhaltig ist oder seine Form oder Geschmack verliert, lässt sich einfrieren.

4. Brot und Brötchen

Damit habe ich wohl meine ersten „Einfrierversuche“ unternommen. Brot und Brötchen habe ich immer im Eisfach. Brot kaufe ich inzwischen nur noch geschnitten ein und friere es dann zuhause umgehend ein. Beim Bäcker kann man das heute fast immer dort schon schneiden lassen, wenn es nicht absolut ofenfrisch ist, dann ist es zu feucht. Discounter haben heute schon sehr oft eigene Brotstände mit Schneidemaschinen, an denen man sein Brot selbst schneiden und in 3 Stufen die Dicke bestimmen kann, sehr praktisch. Bei Brötchen oder Baguette verfahre ich ebenso, schneide beides aber nicht vor, weil beides dann zu trocken wird.

Mein Tipp: 👉 Einzelne Brotscheiben gebe ich morgens einfach tiefgekühlt in den Toaster. So müsst ihr nichts vorher auftauen und könnt auch noch euren eigenen Knuspergrad einstellen. Aber vorsichtig, Brot ist brennbar! 🔥 Also nicht unbeaufsichtigt oder zu heiß toasten! Brötchen könnt ihr sehr gut im Airfryer (bei mir der Ninja Food Grill) mit ein wenig Wasser beträufelt aufbacken oder im Backofen.

5. Suppen, Currys, Gulasch, Saucen

Besonders gut geeignet zum Einfrieren sind sicherlich Suppen und Currys, Gulasch und Saucen. Da die Zutaten schon gekocht sind, sind die Gemüse schon weich, weshalb es hier keine Rolle spielt, dass Suppen natürlich einen hohen Wassergehalt haben. Beim Kochen sollte man vielleicht etwas kräftiger würzen, wenn man schon weiß, dass man einfrieren möchte, denn es geht schon etwas von der Würze beim Einfrieren verloren.

6. Nudel- und Reisgerichte

Auch Nudelgerichte und Aufläufe eignen sich hervorragend für das Eisfach. Das gilt auch für Gerichte mit Reis.

Mein Tipp: 👉 Wenn ihr Nudeln oder Reis mit Sauce einfriert, dann gebt zuerst die Sauce in den Behälter und dann erst den Reis oder Nudeln darauf geben. Wenn ihr das Gericht später auftaut, stürzt ihr es auf einen Teller und habt die Sauce oben, so wie es sein soll und beim Erhitzen läuft die Sauce in die Nudeln oder den Reis.

7. Fleisch und Fisch

Alle Fleisch und Fischsorten sind einfrierbar. Bei gekochten oder gebratenen ganzen Fleischstücken leiden aber fast immer Geschmack und Konsistenz. In Suppen und Currys merkt man das kaum, bei ganzen Schnitzeln, Kottelets oder Steaks aber schon. Größere Stücke Fisch und Fleisch friere ich nur frisch ein, so habe ich immer Hühnerbrust, Hackfleisch oder Fischfilets im Eisfach und bereite die Lebensmittel erst nach dem Auftauen zu.

8. Kräuter

Alle Kräuter sind gut geeignet für die Tiefkühltruhe. Ich versuche meine Kräuter immer frisch zu besorgen, wenn ich das erste Mal koche. Manchmal habe ich aber von dem Kräutertopf oder dem Kräuterstrauß doch so viel übrig, dass es zu schade wäre, diesen Rest wegzuwerfen. Ich mache es dann so, dass ich die Reste schnell noch klein hacke und dann sofort einfriere. So habe ich für später, wenn ich keine Zeit habe, alles frisch einzukaufen, doch immer „frische“ Petersilie, Schnittlauch oder Basilikum im Eisfach.

Mein Tipp: 👉 Wenn ihr eure Kräuter portionieren wollt, dann gebt ihr eine Portion in einen Eiswürfelbehälter, gebt Wasser darauf und friert euch so eure eigenen Kräuterwürfel.

9. Gemüse

Frisches Gemüse eignet sich ebenfalls perfekt zum einfrieren, wenn man es nicht ohnehin schon tiefgefroren kauft. Ganzes Gemüse wie ganze Möhren, Kohlrabi, Porree, Kohl usw. eignen sich nicht zum Einfrieren. Wenn ihr also euer frisch auf dem Markt gekauftes Gemüse einfrieren wollt, müsst ihr es zuerst klein schneiden.

Mein Tipp: 👉 Optimalerweise blanchiert ihr das Gemüse dann ganz kurz in heißem Wasser mit einem Schuss Essig oder Zitrone, dann abkühlen in Eiswasser damit die Farbe erhalten bleibt. Anschließend gut abtrocknen und mit möglichst wenig Luft einfrieren. Ist aber schon arg aufwendig, oder? 🤔

10. Aufschnitt

Schließlich lässt sich Aufschnitt gut einfrieren. Manchmal, wenn ich bei der Metro einkaufe, gibt es größere Portionen, als wir in einer Woche verbrauchen können, dann friere ich den Aufschnitt portionsweise ein.

Mein Tipp:👉 Auch hier habe ich gute Erfahrung damit gemacht, dass ich kleinere Portionen bilde von 125 – 250 Gramm. Damit bin ich sicher, dass ich nichts wegwerfe.

Wie macht Ihr es?

Soweit meine 10 Tipps 👉 zum Einfrieren von Lebensmitteln. Mich würde natürlich interessieren, was Ihr so einfriert? Schreibt mir gerne einen Kommentar.

Das könnte euch auch gefallen

5 Kommentare

Kommentar verfassen